Renato Zenoniani
Archiv der Zeit
Erinnerung der Elemente
Diese Arbeit trägt die Spuren vieler Leben.
Entstanden aus Bioabfällen – Hanfseil, Holz einer Obstkiste, Jute, Federn –
vereinen sich Materialien, die bereits eine Geschichte hatten.
Die Vase wird umhüllt von Seil und Holz,
getragen von Farben der Federn,
die wie Erinnerungen an indigene Welten wirken –
an Rituale, an Naturverbundenheit, an den Kreislauf von Werden und Vergehen.
Ein Stück Jutesack zieht sich empor
und verbindet Boden und Blüte.
Es ist wie ein Faden zwischen Ursprung und Ausdruck.
Mangokerne, Marakuja, Zitronen, Kiwi,
umgeben von Stroh, Trockenblumen und Palmenblättern,
treten aus ihrer ursprünglichen Bestimmung heraus
und zeigen eine neue Kraft.
Was Nahrung war, wird Symbol.
Was vergeht, wird Träger von Erinnerung.
Was scheinbar endet, beginnt in anderer Form.
In dieser Komposition lebt Pacha Mama –
nicht als Idee, sondern als Prozess.
Als Kraft, die verbindet.
Als Kreislauf, der alles durchdringt.
Die Vielfalt der Formen spricht von Einheit.
Die Farben erzählen von Leben.
Und im Inneren bleibt die Frage:
Erkennen wir die Kraft,
die auch in uns darauf wartet,
neu zu erblühen?
