Kunstmuseum Thun
Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur
Fabrice Hyber (*1961) gehört zu den weltweit anerkanntesten französischen Künstler:innen. Aus einer Familie von Schafzüchter:innen stammend, kaufte er in den 1990er Jahren in der Vendée-Region 100 Hektaren Land. Dort kultiviert Hyber seither seinen Urwald „La Vallée“ In seinen Werken tragen die Bäume statt grüner Blätter blaue Kreise, die für den von der Pflanze produzierten Sauerstoff stehen. Hybers Schöpfungen sind Zwischenstufen eines Arbeitsprozesses, in dem das Denken als eine Art Wurzelstock mit seinen Ausläufern und Windungen angelegt ist. In Thun wird er die Landwirtschaft in Form von Zeichnungen, Gemälden und von ihm als „POF“ (Prototypes d’Objects en Fonctionnement) bezeichneten Objekten in den Fokus stellen. Zum ersten Mal in der Schweiz präsentieren die Kunstmuseen Thun und Thurgau in einer Kooperation Fabrice Hybers umfangreiches Schaffen in einer zweiteiligen Ausstellung.
Während der gesamten Ausstellung lädt im Aussenraum des Museums ein kleiner Gemeinschaftsgarten zum Mitmachen ein. Die Hochbeete werden von der Oekonomischen Gemeinnützigen Gesellschaft Bern (OGG) bereitgestellt und mit saisonalem Gemüse und Kräutern bestückt. Sie sind als Erweiterung und zusätzlicher Lernraum zur Ausstellung von Fabrice Hyber gedacht – als eine Möglichkeit, die Natur zu besser zu verstehen und Naturprodukte wertzuschätzen, Wissen zu teilen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Gartenbeete sind Teil eines gemeinschaftlichen Stadtgarten-Projekts, das Besucher:innen, Anwohner:innen und Familien aus der Umgebung zusammenbringt.
- Veranstalter
- Kunstmuseum Thun
- Wann?
- 21.03.2026-01.08.2026
